Warum die Natur uns glücklich macht | Pukka

Warum die Natur uns glücklich macht

Es steht außer Frage, dass es unserer Gesundheit und unserem Glücksempfinden außerordentlich guttun kann, regelmäßig Zeit in der Natur zu verbringen. In Japan wird die uralte Kunst des Waldbadens (‘shinrin-yoku’) sogar in der Gesundheitsvorsorge genutzt. Bei dieser traditionellen Praxis geht es darum, sich mit allen Sinnen achtsam auf die Natur einzulassen.

Die Natur ist ein Teil von uns

Studien haben ergeben, dass Waldbaden das Immunsystem, das Herz-Kreislauf-System und die Atmung unterstützt, bei Depressionen und Angststörungen helfen kann und zu geistiger Entspannung und Gefühlen von Dankbarkeit und Selbstlosigkeit beiträgt. Und das alles nur durch einen achtsamen Spaziergang im Wald.

Der Ayurveda, das uralte Wissen, dass in Indien bis heute seit Jahrhunderten weitergegeben wird, lehrt, dass wir alle miteinander verbunden sind – so wie wir Teil der Natur sind, ist sie ein Teil von uns. Unser Wohlbefinden und die Gesundheit unserer Ökosysteme sind eng verknüpft, was auch erklärt, warum wir uns so gut fühlen, wenn wir Zeit in der Natur verbringen.

Zurück zu unseren Wurzeln

Wissenschaftlern zufolge sehen wir grün besser als jede andere Farbe. Lange bevor unsere heutigen Städtelandschaften aus dem Boden geschossen sind, haben unsere Vorfahren in grünen Waldregionen gelebt. Für die Nahrungssuche war die Fähigkeit, bunte Beeren vor einem Hintergrund grüner Blätter zu erspähen, eine Voraussetzung zum Überleben.

Im Ayurveda bringt grün alle Dosha-Typen in (vata, pitta und kapha) Balance. Blau wird als kühle Farbe gesehen, die genau wie langes Ausatmen Ruhe und Entspannung bringt.

Verbundenheit mit der Natur im Jahreskreis

Frühling Der Frühling ist eine Zeit des Wachstums und Lebens, in dem das Tauwetter nach dem Winter wieder mehr Wärme und Feuchtigkeit bringt. Nach den kalten und nassen Eigenschaften des Winters und der schwereren Kost der kalten Jahreszeit hat unser Körper jetzt natürlicherweise mehr als sonst eingelagert; Er gilt im Ayurveda als „feucht“. Die Wärme des Frühlings lässt die angestaute Feuchtigkeit „schmelzen“.

Wenn du regelmäßig an Heuschnupfen leidest oder dich aktuell mit einer hartnäckigen Erkältung herumschlägst, könnte ein kleiner ‚Frühjahrsputz‘ genau das Richtige sein. Jetzt ist die richtige Zeit, um deinen Körper bei seinem natürlichen Streben nach Balance zu unterstützen, indem du der Jahreszeit entsprechende Frühjahrsroutinen in deinen Alltag integrierst.

In dieser Zeit empfiehlt es sich, mit dem Morgengrauen aufzustehen und die frühlinghafte Lebensenergie so gut wie möglich zu nutzen. Unternimm einen Spaziergang und sammle die grünen, bitteren Pflanzen, die uns die Natur in dieser Jahreszeit reichlich zur Verfügung stellt. Brennnesseln, Sauerampfer, Löwenzahn und Bärlauch lassen sich mit ein wenig Fantasie zu köstlichen Pestos, Suppen und Salaten verarbeiten.

Ein flotter Spaziergang ist außerdem eine ideale Möglichkeit, Körper und Geist an ihre neue, frühlingshafte Umgebung zu gewöhnen. Stelle sicher, dass du genug Ruhe und Schlaf bekommst, mache regelmäßig Sport und achte auf eine gesunde Ernährungsweise und positive Grundeinstellung. Wenn du dir das als Ziel setzt, hilfst du deinem Körper, neue Energie zu tanken und du wirst den Frühling in jedem Schritt spüren.

Hier geht es zu unserem Frühlings-Wohlfühl-Guide mit Ayurveda.

Sommer Im Sommer ist das Feuerelement des Ayurveda gesteigert, was sich in mehr Wärme, Trockenheit und Leichtigkeit zeigt. Gleichermaßen können sich auch unsere Emotionen ‚aufheizen‘ und manche von uns sind vielleicht etwas hitzköpfiger als sonst.

Der Ayurveda-Weg für die Gesundheit im Sommer konzentriert sich darauf, Hitze zu beruhigen und reduzieren. Probiere für einen Wohlfühlstart in deinen Tag, barfuß über einen grünen, taunassen Rasen zu laufen. Außerdem ist der Sommer die ideale Zeit, sich nach draußen aufzumachen und sich auf die wunderbaren Kräfte der Natur einzulassen.

Lange Sommerabende laden dazu ein, an Flüssen & Seen, in Wäldern & Parks auf Entdeckungstour zu gehen. Nichts verschafft mehr Abkühlung und innere Ruhe als das Schwimmen in einem Fluss, See oder im Meer. In weniger als einem Jahrzehnt ist die Zahl der Menschen, die regelmäßig in Strandbädern, Seen und Flüssen schwimmen gehen, von einer Handvoll auf Zehntausende gesteigert! Und dieser Trend wird wohl auch noch eine Weile anhalten.

Fahre diesen Sommer doch selbst einmal zu einem Waldgebiet oder Badeort in deiner Nähe und erlebe, wie kraftvoll es wirken kann, im Sommer draußen in der Natur zu sein.

Lese dazu auch unseren Sommer-Wohlfühl-Guide mit Ayurveda!

Herbst Im Herbst herrscht das Luftelement mit Licht, trockenem und kühlem Wetter vor und die unberechenbaren Herbstwinde bringen nicht selten Veränderungen. Da vata-Typen durch das Luftelement reguliert werden ist, ist vata auch das Dosha, dem jetzt die meiste Aufmerksamkeit entgegengebracht werden sollte.

Die deutliche Veränderung des Wetters und die kühlere, trockenere Umwelt kann dazu führen, dass der Feuchtigkeitslevel in unserem Körper sinkt, und kann auch einen Einfluss darauf haben, wie gut unsere Verdauung arbeitet. Außerdem können die Herbstwinde viele von uns nervöser oder launischer als sonst fühlen lassen.

Genau wie im Frühling ist es nun das Wichtigste, dem Körper und Geist Zeit zu geben, sich an die neue Umgebung zu gewöhnen. Unterstütze sie dabei, bereit und gut gerüstet für den Winter zu werden. Nutze alle warmen, sonnigen Tage, um die Natur bei Spaziergängen zu genießen. Packe dich aber warm ein und genieße danach ein warmes Getränk mit Gewürzen wie Muskat, Zimt, Kardamom und Ingwer.

Hier findest du unseren Herbst-Wohlfühl-Guide mit Ayurveda.

Winter Im Winter zieht sich die Energie der Erde in sich selbst zurück: Er ist eine Zeit der Ruhe, des Speicherns und der Vorbereitung. Dies ist die Zeit des Jahres, in der du geerdet und nach Innen gekehrt sein und Stille leben solltest. Das Wetter kann Kälte, Nässe und Wolken bringen und wird von den Erd- und Wasserelementen dominiert. Etwas länger zu schlafen kann im Winter tatsächlich förderlich sein, da die Wärme deines Betts regenerierend wirkt. (Eine gute Nachricht für Kapha-Typen, die so gerne ausschlafen!)

Die kurzen, dunklen Tage können aber auch auf die Stimmung drücken, weswegen du darauf achten solltest, ausreichend Gesellschaft zu haben. Ein Spaziergang mit Freunden in eine neue Gegend könnte eine gute Idee sein, mit einer wärmenden Einkehr. Vergiss nicht, eine Mütze aufzusetzen – 60 % des Wärmeverlusts findet über den Kopf statt! Zu Hause warten dann ein heißes Bad, eine leckere Tasse Tee und ein gutes Buch auf dich.

Hier kannst du unseren Winter-Wohlfühl-Guide mit Ayurveda nachlesen.